Qualitätsmanagement

Jede Firma, jeder Betrieb und jede Einrichtung mit mehr als zehn Mitarbeitern ist im Rahmen des Arbeitsschutzes dazu verpflichtet, regelmäßig, d.h. alle zwei Jahre, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Für unser Haus wurde diese 2017 von der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege) mit hervorragend bewertet. Auch in diesem Jahr werden wir mit einem sehr guten Ergebnis rechnen können.

Kurze Definition zum besseren Verständnis: „Die Gefährdungsbeurteilung beschreibt den Prozess der systematischen Ermittlung und Bewertung aller relevanten Gefährdungen, denen die Beschäftigten im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind“. Für Gefährdung könnte man auch Belastung, Risikofaktor o.ä. sagen.

 

 

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Angesichts der globalen Umweltprobleme wie Klimakrise, Artensterben oder Ressourcenknappheit wurde in der Nachfolge zur Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro (1992) die Bildung für Nachhaltige Entwicklung in den Kapitel 26 der Agenda 21 als Bildungskonzept verankert. Dem entsprechend haben die Vereinten Nationen nach der Konferenz von Johannesburg (2004) die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen.
Das Ziel der Weltdekade ist es, allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ihnen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit erforderlich sind“ (www.bne-portal.de). Diese Dekade wird von der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Nachhaltigkeit wird in unserem Kindergarten „groß“ geschrieben, da wir den Kindern eine lebenswerte Erde hinterlassen und ihnen neben dem sozial verantwortlichen Denken und Handeln auch ökologische Verantwortlichkeit vermitteln möchten, die in der frühen Kindheit durchaus bereits entwickelt werden kann. Hierzu gehören unter anderem:

  • Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
  • Müllvermeidung
  • Vermeidung von Plastik-Umverpackung
  • verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen
  • Tierschutz

hier können wir als gute Vorbilder vorangehen. Das Erringen des 1. Platzes beim Preis für Nachhaltigkeit des Landes Baden-Württemberg war schon ein sehr guter Anfang.


Text: Cornelia Görres
Wir sind dabei!
Der Oberlin-Kindergartens verfolgt schon seit Jahren das Ziel, ein nachhaltiger Kindergarten zu sein. Nun sind wir wieder einen Schritt weiter in diese Richtung gegangen: Wir sind Teil der Gemeinschaft des Grünen Kükens.
Hier die Definition und die Philosophie dazu:

„Wir sind davon überzeugt: Wer unsere Erde mit all seinen unterschiedlichen Menschen, Tieren und Pflanzen als Kind wertschätzen lernt und begreift, dass alle Handlungen auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Natur haben, wird mit Respekt für eine intakte Umwelt und friedvolle Gesellschaft einstehen.
Das Grüne Küken Kita-Programm bietet mit seinen zahlreichen Impulsen und begleitenden Materialien Kindern die Möglichkeit, sich spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen und komplexen Fragestellungen im Umweltschutz zu beschäftigen und ihr unmittelbares Lebensumfeld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Das Grüne Küken Programm möchte die Wahrnehmung der Kinder für das Thema Nachhaltigkeit fördern, deren Wissens- und Kompetenzzuwachs mehren und sie zu eigenen kreativen Impulsen ermutigen. Dabei entwickeln die Kinder eine wertschätzende Haltung sich selbst und ihrem Lebensumfeld gegenüber.
Kitas, in denen das Grüne Küken lebt, demonstrieren eine positive und zukunftsgerichtete Haltung und setzen ein klares Zeichen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit – im Sinne der Wertschätzung für Mensch, Gesellschaft und Natur.“

Die MAV (=MitArbeiterVertretung) ist mit einem Betriebs- oder Personalrat gleich zu setzen. Die MAV unseres Kindergartens befindet sich in der Region Südliche Kurpfalz, die sich aus 20 Kirchengemeinden zusammensetzt. Wir gehören dabei der Region Südwesten mit vier Gemeinden an, deren Vertreter sich regelmäßig alle sechs Wochen zum Austausch treffen.
Grundsätzlich repräsentiert die MAV alle Mitarbeiter der Einrichtungen und setzt sich für deren Rechte und Interessen ein. Hauptsächlich tritt sie dafür ein, dass die arbeits-, sozial- und dienstrechtlichen Bestimmungen, Vereinbarungen und Anordnungen eingehalten werden. Sie achtet auf die Gleichstellung von Frauen und Männern und besonders auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So besprechen die Mitglieder in den Sitzungen Beschwerden, Anfragen und Anregungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und holen sich bei entsprechenden Stellen und Fachleuten Informationen und Antworten ein. Auch Neuerungen in Recht und Politik nimmt die MAV auf, um alle Mitarbeiter zu informieren und sie darauf hinzuweisen. Natürlich haben die Mitglieder der MAV auch außerhalb der Sitzungen immer ein offenes Ohr für alle Mitarbeiter.
Text: Sabine Ochs

Der Sicherheitsbeauftragte ist in Sicherheitsfragen als Vermittler zwischen den Arbeitnehmern und den höheren Instanzen, wie der Leitung aber auch beispielsweise dem Betriebsarzt gedacht.Durch aktuelle Schulungen kennt sich der Sicherheitsbeauftragte bestens mit u.a. baulichen Regelungen, Lärm- und Brandschutzkonzepten oder auch Gesundheitsgefährdungen aus.

Konkret wurden im Oberlin-Kindergarten deshalb beispielsweise das Lärmschutz-Konzept überarbeitet. Nach einer Nachhallmessung wurde darauf geachtet, dass die Geräuschbelastung im Alltag so minimal wie möglich bleibt. Durch einfache Veränderungen, wie etwa Anbringen von Filzgleitern an Tischen und Stühlen, schallschluckende Vorhänge oder Tischunterlagen konnte der Lärmpegel bereits erheblich gesenkt werden.

Durch immer wiederkehrende Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen mit entsprechendem Fachpersonal, aber auch durch Unterweisungen des Kollegiums, wird so darauf geachtet, dass die Sicherheit der Kinder und Mitarbeiter jederzeit bestmöglich gewährleistet wird.


Text: Christopher Baust

„Abenteuer Essen – Frühkindliche Ernährungsbildung in der Metropolregion Rhein-Neckar“

Logo Abenteuer Essen
bedeutet den Grundstein für eine gesunde Lebensweise und bewusstes Essverhalten bereits in jungen Jahren zu legen. Dies sehen wir als unsere Aufgaben: Ziel ist es, …… das Wissen der Kinder um die Lebensmittelvielfalt und deren Herkunft zu erweitern,
… ihre Handlungskompetenz und Selbstständigkeit bei der Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln zu fördern,
… unterschiedliche Geschmacks- und Sinneserfahrungen zu vermitteln,
… das Essverhalten positiv zu prägen und Freude am Essen zu wecken,
… das Ernährungsbewusstsein der Eltern zu fördern und
… pädagogische Fachkräfte in ihren Aktivitäten zur Ernährungsbildung zu unterstützen.Umsetzung im KindergartenAbenteuer-Reisen:

  • Kennenlernen der Lebensmittel, von der Herkunft bis zur Verarbeitung und dem Verzehr, auf spielerische Art und Weise.

Entdeckungs-Touren:

  • zur Herkunft (Bsp. Bauernhof, Gärtnerei)

Selbst gemacht:

  • Zubereitung der Lebensmittel
  • Arbeitsplatz vorbereiten
  • Schneidetechniken

Essen und Genießen:

  • In angenehmer, entspannter Atmosphäre verknüpfen die Kinder die Speisen und Esserfahrungen mit positiven Gefühlen.

Entdecker-Sinn:

  • Spannende Experimente vor oder während dem Essen zur Sinnesschulung

Text: Kevin-Roman Bohlender
In unserem Alltag und im täglichen Umgang mit Kindern ist es extrem wichtig, dass wir sicher und vertraut mit Erste-Hilfe-Maßnahmen sind.
Es gibt immer wieder Anlässe, einem Kind oder auch einem Kollegen zu helfen, wenn sie sich in irgendeiner Form verletzt haben.
Zudem erleben wir häufig, dass Kinder mit chronischen Erkrankungen unsere Einrichtung besuchen, so z.B. Diabetes, Krampfanfälle usw.
Da wir regelmäßige Schulungen erhalten, sind wir sehr viel sicherer im Umgang mit diesen Themen.
Uns ist es sehr wichtig, dass alle im Team Verantwortung dafür übernehmen. Ein Verantwortlicher kontrolliert zudem regelmäßig das Erste-Hilfe-Material und füllt bei Bedarf auf. Diese Beauftragte kümmert sich um alles rund um Erste-Hilfe in unserem Haus. Gerade haben wir zwei Erste-Hilfe-Rucksäcke für Ausflüge, mit entsprechender Füllung gekauft, und sind nun perfekt ausgestattet.
Die Kurse mit der Ausbildung zum Ersthelfer, die im Haus intern erfolgen, machen uns trotz des ernsten Themas immer viel Spaß und geben uns die nötige Sicherheit.


Text: Martina Mlynski

Feuerwehr

Wir alle können uns die Situation gut vorstellen. Erwachsene und vor allem Kinder geraten bei Gefahr in Panik und reagieren unkontrolliert. Darum ist es wichtig, auf einen möglichen Ernstfall gut vorbereitet zu sein.Der Oberlin-Kindergarten verfügt über ein modernes Frühwarnsystem, welches durch regelmäßige Wartungen immer auf dem aktuellen Stand ist.
Die Flucht-und Rettungswege sind durch die großzügige und übersichtliche Bauweise leicht zu finden, was ein Verlassen der Einrichtung im Notfall sehr erleichtert.Bei einem guten Brandschutzkonzept ist es außerdem wichtig, dem organisatorischen Brandschutz ein ganz besonderes Augenmerk zu geben.
Dies bedeutet konkret, jeder pädagogische Mitarbeiter unseres Kindergartens hat bei einer Evakuierung ganz spezielle Aufgaben, die in einem Alarm-und Rettungsplan festgeschrieben sind. Diese werden in regelmäßigen Räumungen geübt und reflektiert. Außerdem werden alle Mitarbeiter im Brandschutz von einer fachkundigen Person einmal jährlich unterwiesen.Die Brandschutzerziehung ist ein wesentlicher Bestandteil des bereits erwähnten Konzepts. Die Kinder werden dabei spielerisch auf den Ernstfall, der hoffentlich niemals eintritt, vorbereitet. Dabei ist auch erforderlich, dass die Eltern über notwendige Maßnahmen informiert sind. Aus diesem Grund entwickelte der Oberlin-Kindergarten einen übersichtlichen Flyer, mit den wichtigsten Verhaltensregeln, der allen Eltern beim Aufnahmegespräch ausgehändigt wird.

Unsere Feuerlöscher werden regelmäßig von einer Fachkraft kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht. So sind wir im Notfall immer bestens gerüstet.

Um das Brandschutzkonzept optimal umzusetzen, haben wir sehr große Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Reilingen, die weder Zeit noch Mühe scheut, mit uns zu kooperieren.


Text: Annja Knauf
Uns liegt es sehr am Herzen, dass die Auszubildenden und Praktikanten einen guten Einblick in unseren Arbeitsalltag und so auch in ihr zukünftiges Berufsfeld erhalten. Das sind nicht nur die Organisationsabläufe des Kindergartens, sondern auch die Alltagsstrukturen und die Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit als Erzieher. Auf diese Weise können die Schüler und Schülerinnen für sich herausfinden, ob dies auch wirklich der richtige Beruf, vielleicht auch ihr Traumberuf ist. Dieser wird leider häufig unterschätzt.
Der Beruf des Erziehers ist nämlich nicht nur irgendein herkömmlicher Job sondern eine Berufung.

„Das Leben anzuregen – und es sich dann frei entwickeln zu lassen – hierin liegt die erste Aufgabe des Erziehers.“

Maria Montessori

Einen hohen Stellenwert und somit von großer Bedeutung ist der regelmäßige Austausch mit den Lehrkräften der jeweiligen Fachschulen.
Denn nur Hand in Hand erreichen wir unsere gemeinsam gesteckten Ziele und Vorstellungen. So begleiten wir unsere Auszubildenden auf einem Weg zur kreativen Selbständigkeit, indem wir sie fördern und fordern.

„Die beste Methode, Menschen Ratschläge zu geben, ist die, herauszufinden, was sie wollen, und ihnen dann zu raten, genau das zu tun.“

Harry S. Truman

Wir bilden verschiedenste Arten von Praktikanten aus:

  • Schulpraktikanten (wochen-oder tageweise)
    • Hauptschule
    • Realschule
    • Sozialpraktika, Tagespraktikanten, Girls/Boys-day
  • Ausbildung zum Erzieherberuf
    • Vorpraktikum
    • 1./ 2. Ausbildungsjahr
    • Anerkennungsjahr (letztes Ausbildungsjahr)

Gerade in der Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit jungen Menschen in der Ausbildung sind wir immer wieder angehalten, uns und unsere Arbeit zu hinterfragen und zu überprüfen. Das bedeutet für uns regelmäßig, eigenes Verhalten zu reflektieren und somit uns immer weiter zu entwickeln. In dieser Win-Win-Situation können alle nur profitieren. Vor allem die Kinder…


Text: Maren Kaiser