Richtfest des neuen Luther-Hauses

„Was lange währt, wird endlich gut“….welche Weisheit aus dem Volksmund könnte besser auf das Luther-Haus passen als diese?

Und nun konnte bei strahlendem Sonnenschein das Richtfest gefeiert werden. Der Zunft-Baum war zuvor im Gottesdienst gemeinsam reichlich geschmückt worden. Die aktuellen Konfirmanden hatten kleine Zettel in Blattform vorbereitet, die jeder Kirchenbesucher mit guten Wünschen beschriften durfte und die Kinder des Oberlin-Kindergartens hatten mit viel Liebe, Brezeln und Bänder in rosé und lila gefertigt, um den Laetare-Gedanken aufzugreifen. Nachdem Zimmermannsmeister Ralf Marquetant zusammen mit Sohn Lukas diesen prachtvollen Baum auf dem Dach befestigt hatte, begann er vor den zahlreich erschienenen Gästen mit seinem Richtspruch:

„Der Bau ist erstellt, aus Stein und Holz, dem Bürger zum Stolz!

Dem Zimmermann, der den Richtspruch hält, wird ein Glas Sekt gereicht. Nach dem Spruch hebt er das Glas, spricht einen Toast aus, und wirft dann das geleerte Glas hinter sich, damit es zerspringt und die Scherben Glück bringen. So will es der Brauch.

Das Zerspringen des Glases wurde von den Anwesenden
gebührend bejubelt. In ihren folgenden Ansprachen zeigten sich Pfarrerin Eva Leonhardt, Bürgermeister Stefan Weisbrod und Architekt Eberhard Vögele gleichsam glücklich über die gute Zusammenarbeit, die dieses Projekt habe so gut werden lassen.
Diese Feierlichkeit konnte nur noch musikalisch und kulinarisch bereichert werden und dafür sorgten einerseits der Posaunenchor und der Gospelchor und andrerseits der Förderverein. Nach einem ausgiebigen Rundgang des Rohbaus war sich jeder sicher, das wird eine wunderbare Begegnungsstätte nach der Spruchrede des Zimmermannmeisters Marquetant: „Das Lutherhaus solle ein getreues Abbild werden vom Geist der Gemeinde und ihrem Leben“ Wir freuen uns schon darauf.