Oberlin-Kinder auf den Spuren des Schreinerberufs

Am Donnerstag, dem 24. Januar waren unsere Mittleren Kinder auf spannender Entdeckungstour zum Thema „Handwerk“ in Reilingen unterwegs. Freundlich wurden wir von der Schreinerei „Römpert und Zimmermann“ empfangen. Wir waren gekommen, um mehr darüber zu erfahren, was alles aus Holz gemacht werden kann und wie der Beruf des Schreiners und der Schreinerin aussieht. Frau Zimmermann zeigte uns zunächst das Holzlager, in dem die großen Holzstücke zum Trocknen ausliegen. Sie erklärte unseren Kindern, dass die Bäume nach dem Fällen noch voller Wasser sind, vergleichbar mit einem Schwamm und deshalb das Holz lagern müsse, um dies zu verlieren. Es gab sogar ein sehr langes Holzbrett, das etwa so lang wie vier Kinder war.

Danach durften wir in das Herzstück jeder Schreinerei – die Werkstatt. Hier standen riesige und für uns unbekannte Maschinen. Als erstes zeigte sie uns die Kreissäge und stellte die Frage „Was wird denn alles aus Holz gemacht?“ Da antworten die Kinder so einiges: „Unser Dach ist aus Holz gemacht.“, „Der Boden ist aus Holz.“ oder „Mein Bett ist aus Holz.“ Nachdem viele weitere tolle Antworten der Kinder fielen, fragte ein Kind ganz interessiert, was mit den kleinen Holzresten auf dem Boden passiert. Da erfuhren wir, dass diese Holzreste im Werkstattofen verbrannt und zum Heizen genutzt werden.

Uns wurden noch die unterschiedlichsten Holzverarbeitungsmaschinen gezeigt und – für die besonders Mutigen – eine angemacht. „Das ist aber ganz schön laut!“ stellten die Kinder fest. Daraufhin fragt ein Kind: „Haben Sie sich schon einmal verletzt?“ Frau Zimmermann erklärte, dass dies früher bei ihrem Vater und Großvater häufiger der Fall gewesen sei. Sie habe sich zum Glück noch nie verletzt. Heute gäbe es gute Sicherheitsvorrichtungen an den Maschinen. Im Anschluss zeigt sie uns unterschiedliche Hölzer. Manche waren ganz hell, andere ziemlich dunkel. Einige waren allerdings schwerer, obwohl sie die gleiche Größe wie andere Holzstücke hatten. Und an manchen Holzstücken konnte uns Frau Zimmermann zeigen, wie man das Alter der Bäume erkennen kann.

Danach hatte sie noch eine Überraschung für uns vorbereitet. Jedes Kind durfte aus Furnierstücken sein eigenes Haus mit Leim auf Karton kleben. Unsere Kinder haben wahre Meisterwerke gestaltet. Diese brachte Frau Zimmermann nach dem Trocknen persönlich im Kindergarten vorbei.

Wir bedanken uns von Herzen bei Frau Zimmerman für den wunderschönen und lehrreichen Vormittag, den wir bei Ihr in der Werkstatt verbringen durften und freuen uns, sie vielleicht im nächsten Jahr erneut besuchen zu dürfen.