Gedanken unserer Pfarrerin Eva Leonhardt zum „Lach-Sonntag“

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

liebe Konfis und Eltern,

liebe Mitglieder unserer Gruppen und Kreise und alle Interessierte,

wer am Sonntag um 09:45 Uhr den Video-Gottesdienst mitfeiern wollte, hat erstmal in die Röhre geguckt. Erst mit einer guten Dreiviertelstunde Verspätung waren alle technischen Hürden überwunden, aber inzwischen ist der Gottesdienst online, und man kann ihn hier ansehen und mitfeiern. Heute ist Weltlachtag, deshalb wird in diesem Gottesdienst von der Pfarrerin ein guter Witz schlecht erzählt – aber das macht die Musik wieder wett, die kommt diesmal von Wolfgang Müller (Orgel, Gesang) und Anke Palmer (Querflöte, Gesang):

https://ev-kirche-reilingen.de/gottesdienst-am-03-mai-2020-zum-sonntag-jubilate/

Wir sind alle keine Profis darin, vor einer Kamera zu agieren – und auch die Felder Regie, Kamera, Ton und Schnitt sind für uns ein Terrain, das es noch zu erkunden gilt. Deswegen seht es uns bitte alle nach, wenn der zweite Videogottesdienst mit etwas Verzögerung an den Start gegangen ist – wir freuen uns, wenn trotzdem viele noch reinklicken. Das ist ja das schöne an einem Videogottesdienst: Man kann ihn auch heute Abend, Montag oder Dienstag mitfeiern!

Auch der heutige Sonntagsgruß kommt deshalb mit etwas Verspätung, und greift ein Bild aus dem Evangelium bzw. der Predigt auf: „Christus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viel Frucht“. Diese Worte sind aus den Abschiedsworten Jesu an seine Jünger: Zusammenhalt und Beziehungen sind so wichtig – ohne die geht es nicht in einer Gemeinde.

Ist mir übrigens nie aufgefallen, dass an unserem Altar Trauben wachsen. Wenn man die Kirche mit der Kamera erkundet, dann fällt einem so manches auf, das einem vorher verborgen blieb.

Was gibt es sonst noch neues? Die Evangelische Landekirche in Baden hat ein Schutzkonzept für ihre Gottesdienste veröffentlicht, das der Kirchengemeinderat am Dienstag als Grundlage nimmt, um zu beschließen, wie, wann und wo in unserer Kirchengemeinde in naher Zukunft wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden.

Dabei gilt es so manche Herausforderung zu stemmen, was die Umsetzung der Hygiene-Auflagen betrifft. Wer möchte, kann sich das Schutzkonzept hier ansehen:

https://www.ekiba.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&m=16515&cataktuell=&m=31&artikel=24448&stichwort_aktuell=&default=true

Zum Schluss noch ein paar Abschiedsworte für ein treues Mitarbeiter-Gespann:

Wem es aufgefallen ist, heute morgen haben auch die Glocken nicht zur gewohnten Zeit zum Gottesdienst geläutet. Das liegt daran, dass derjenige, der das seit über 10 Jahren gewissenhaft getan hat, am vergangenen Donnerstag seinen letzten Arbeitstag hatte: Karlheinz Hocker, unser Kirchendiener ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Wir werden seine Genauigkeit vermissen, seine Pünktlichkeit und seine große Zuverlässigkeit nicht minder. Auch sein Gespür für Liturgie, seine künstlerischen Fähigkeiten und seine Liebe für den sakralen Raum werden uns fehlen, und besonders auch, dass er – durchaus manchmal mit Diskussionsfreudigkeit – Altes wie Neues hinterfragte und zu Veränderungen anregte: ecclesia semper reformanda. Und Leonie Hocker hatte neben ihrer wertvollen Mithilfe in der Kirche so manches Mal die Aufgabe, zu vermitteln und „die Wogen zu glätten“, wenn die Meinungen mal etwas zu weit auseinander gingen. Danke für alles und Gottes Segen für euren neuen Lebensabschnitt, Karlheinz und Leonie Hocker!

Leider konnten wir die beiden nicht „mit Pauken und Trompeten“ verabschieden, so wie das eigentlich geplant war. Aber das werden wir noch nachholen – ohne ein mindestens 3-minütiges Schlagzeugsolo lassen wir unseren Herrn Hocker nicht gehen!

Dafür kann er sich jetzt schon mal ein bisschen mit Hausmacher-Wurst und alkoholfreiem Sekt stärken: eine kleine Abordnung des Kirchengemeinderates hat dem Ehepaar Hocker ein paar kleine Präsente zum Abschied vorbei gebracht.

Wir haben trotz mehrfacher Ausschreibung leider immer noch keinen Nachfolger bzw. keine Nachfolgerin für Herrn Hocker gefunden. Also wenn ihr jemanden wisst, den ihr euch für diesen wichtigen Dienst vorstellen könnt, sprecht ihm / ihr Mut zu, sich dafür zu bewerben!

Weiterhin eine gesegnete Osterzeit auch allen – bitte leitet den Gruß an eure Gruppen und Kreise und an Interessierte weiter!

 

Herzlich grüßt

 

Ihre / Eure

 

Eva Leonhardt