Feuerwehreinsatz im Oberlin-Kindergarten

Am Donnerstag war vielleicht was los im Oberlin-Kindergarten. Aber von vorne….

Es war ein ganz normaler Donnerstag-Vormittag, „halb zehn in Deutschland“ alles ging seinen Lauf: die Vorschüler hatten Besuch von Frau Friedmann, die Pinguine saßen beim gemütlichen Frühstück, die Raben wollten gerade mit dem Stuhlkreis beginnen und die Spatzen machten sich für die Sportstunde fertig. Bei den Eisbären war gerade ein Eingewöhnungs-Kind zu Besuch und ein leckeres Frühstück wurde vorbereitet. Es hätte alles so entspannt sein können….doch plötzlich ertönte lauter Alarm…(wichtig für Sie zu wissen ist, dass wir regelmäßig Alarmsituationen für den Brandschutz simulieren und das nichts Außergewöhnliches ist. Dies bereitet dann Annja Knauf, unsere Brandschutz-Beauftragte, vor und löst einen Alarm aus, um uns für den Notfall zu prüfen.) Alle ohne Ausnahme dachten in diesem Moment:“Annja, ach nööö, nicht dein Ernst…“ Dieser Moment dauerte genau so lange bis wir Annja mit der Warnweste aus dem Gruppenraum kommen sahen mit einem fragenden Gesicht….denn dann war klar: DER ALARM IST ECHT!!!!

Sofort ging es Ruckzuck…, alles, was wir eingeübt hatten, alle Handgriffe saßen. Innerhalb kürzester Zeit war evakuiert. Annja hatte die Zeit gemessen ….unter zwei Minuten.REKORD!!!

Am Sammelplatz wurde noch einmal durchgezählt…Gott sei Dank, alle da. Nun wurden die Notfall-Listen der Gruppen an Frau Görres übergeben, die schon die Feuerwehr gerufen hatte und am Parkplatz auf sie wartete, während die ErzieherInnen mit den Kindern sehr diszipliniert den Rettungsweg durch die Mannherz-Halle antraten. Von Weitem war die Sirene der Feuerwehr zu hören, die schon angesaust kam. Sicherheitshalber war Polizei und Krankenwagen auch mit dabei. Nachdem Frau Görres die Feuerwehrmänner über den Sachstand informiert hatte, ging es sofort auf die Suche nach der Ursache, bzw. dem „Brandherd“. Schnell war der Bösewicht gefunden: ein Brot hatte sich im Toaster verkantet und einen heftigen Bräunungsgrad erreicht. Unsere Brandmelder haben sofort reagiert. Und das ist auch gut so, wie wir in unseren regelmäßigen Brandschutzunterweisungen bei der Reilinger Feuerwehr gelernt haben: selbst wenn man sich direkt neben der Brandquelle befindet, kann ein Feuer in Sekundenschnelle um sich greifen.

So wurden wir alle, Erwachsene wie Kinder, sehr gelobt für den schnellen und umsichtigen Ablauf der Evakuierung ohne Panik. Die Bedenken, vielleicht überreagiert zu haben, wurden uns schnell genommen. Lieber früher einen Notruf absetzen als zu spät, so die Parole. Wir möchten uns ganz herzlich bei der Reilinger Feuerwehr, den Sanitätern und der Polizei bedanken, die uns ein absolut sicheres Gefühl gegeben haben, dass uns nichts passieren kann.