Die beiden Fraßviele, Volker und Franzi, und das geheimnisvolle Ei

Die beiden Fraßviele, Volker und Franzi, hatten die Kinder des Oberlin-Kindergartens schon bei ihrem Auftritt zum Erntedank-Gottesdienst im letzten Jahr kennengelernt. Die Spannung stieg nicht schlecht, als ein paar neugierige Augen einen Bühnenaufbau entdeckten, der diesem besonderen Theaterstück ähnelte.

Und tatsächlich: Am 13.04 und 14.04 konnten sich alle vier Gruppen jeweils nacheinander davon selbst überzeugen: die bunt gestreiften, gefräßigen Tierchen mit ihren doof-aber-lieb-schauenden Glubsch-Augen und riesengroßen Mündern hatten im Rahmen des Oster-Gottesdienstes ein neues Abenteuer vor sich.

Diesmal entdeckten sie auf der Suche nach neuen, hoffentlich leckeren Sachen, ein Ei mit bunten Punkten. Dieses Ei war außerdem so groß, dass es nicht einfach so in ein Fraßviel-Maul hineinpasste. Und es ist ja allgemein bekannt, dass etwas, das nicht von einem Fraßviel gefressen werden kann, etwas ganz Besonderes sein muss.

Nun berieten sich Franzi und Volker intensiv und angeregt über dieses Ei. Wenn man es nicht fressen kann, so könnte man es doch vielleicht ausbrüten? Eine schwierige Aufgabe, denn ein so ein kaltes Ei, das weder atmet noch spricht, ist ja als wäre es tot. Nur mit Wärme, Vorsicht und Sorgfalt, einem guten Zuhause und natürlich viel Liebe, kann etwas aus diesem Ei schlüpfen und somit ein Leben entstehen. Zum Glück zahlte sich diese harte Arbeit aber aus, denn bald wurden die Fraßviele von einem lauten Knacken geweckt, und es krabbelten doch tatsächlich zwei kleine Baby-Fraßviele aus dem Ei! Volker und Franzi waren nicht die einzigen, die die kleinen Tierbabys mit offenen Mündern und großen Augen begutachteten…

Frau Leonhardt, unsere Pfarrerin, berichtete dass das mit Jesus damals ganz ähnlich war. Dass auch er mit dem Tod zu kämpfen hatte; dass er am Schluss den Tod besiegte und wieder auferstand, und wie wichtig für alle Menschen Wärme und Liebe bis heute noch ist.